FAQ

Wer ist Zivilschutzdienstpflichtig?

Die Schutzdienstpflicht beginnt mit dem Jahr, in dem die Pflichtigen 20 Jahre alt werden, und dauert bis zum Ende des Jahres, in dem sie das 40. Altersjahr erreichen. In den Zivilchutz eingeteilt wird, wer anlässlich der, gemeinsam mit der Armee durchgeführten, Rekrutierung dem Zivilschutz zugeteilt wurde. Wer zuuerst dem Militär zugeteilt und erst später militärdienstuntauglich wurde, wird dem Zivilschutz nur noch zugeteilt, sofern nicht bereits 50 Diensttage geleistet wurden.

Der Bundesrat kann die Schutzdienstpflicht für den Fall eines bewaffneten Konflikts erhöhen.

Wie werde ich über eine bevorstehende Dienstleistung informiert?

In der Regel erhalten sie bereits Ende Vorjahr eine oder mehrere Voranzeigen, falls sie im nächsten Jahr aufgeboten werden. Rund 6 Wochen vor dem Dienstanlass erhalten sie das definitve Aufgebot. In Ausnahmefällen kann die Voranzeige wegfallen und sie erhalten direkt ein Aufgebot.

Wie verschiebe ich einen Dienst?


Aus beruflichen oder privaten Gründen (Ausbildung, Ferien etc.)

Falls sie bereits beim Erhalt der Voranzeige sehen, dass das Datum nicht passt, bitten wir sie unverzüglich mit uns Kontakt aufzunehmen. Kann die Dienstleistung auf einen anderen Zeitpunkt (innerhalb des betreffenden Jahres) verschoben werden, kann die Verschiebung telefonisch erfolgen. Sonst verlangen wir ein schriftliches Gesuch verfasst durch den Pflichtigen oder durch diesen bestätigt. Dieses muss durch Beweismittel (z.B. Kopie Buchungsbestätigung, Schreiben Arbeitgeber) belegt werden. Dispensationsgesuche wegen Ferien, werden nur bewilligt, falls diese nachweislich vor dem Erhalt der Voranzeige erfolgt ist.

Nach Erhalt des definitiven Aufgebotes sind Dispensationen nur noch in dringenden Ausnahmefällen möglich (Form siehe oben). Bei Gesuchen, die weniger als 10 Tage vor Kursbeginn bei uns eintreffen, können wir keine Behandlung mehr garantieren.

Wichtig! Es besteht kein Anspruch auf Dispensation. Auch bei hängigen oder abgelehnten Gesuchen besteht Einrückungspflicht.

Aus gesundheitlichen Gründen

Tage vor dem Einrücken:
Sofort gültiges Arztzeugnis einschicken. Dieses muss für die Dauer des Aufgebotes gültig sein. Auch muss die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ersichtlich sein.

Kurz vor oder während dem Einsatz:
Zivilschutzstelle oder Einsatzleiter sofort telefonisch informieren. Gültiges Arztzeugnis (Form siehe oben) unbedingt nachreichen.

Ich möchte gerne freiwillig, resp. mehr Zivilschutzdienst leisten. Wie muss ich vorgehen?

Bitte melden Sie sich auf der Zivilschutzstelle, wir geben ihnen gerne Auskunft. Von Frauen, Ausländern oder über 40-jährigen kann die Zivilschutzdienst freiwillig übernommen werden. Einmal eingeteilt und Ausgebildet übernehmen sie Rechte und Pflichten, wie die vom Gesetz her Schutzdienstpflichtigen.

Ich benötige dringend eine Auskunft. Auf der Zivilschutzstelle ist aber niemand erreichbar.

Wenn auf dem Band des Telefonbeantworters nichts anderes angegeben ist, hinterlassen sie bitte ihren Namen, ihre Telefonnummer und eine kurze Info. Sie werden bald zurückgerufen. Sie können uns auch eine E-Mail schreiben, dann werden sie ebenfalls bald eine Antwort haben.

In besonderen Fällen werden ihnen auf dem Telefonbeantworter die Koordinaten einer Kontaktperson angegeben, bitte wenden sie sich an diese.

Auf dem Aufgebot heisst es, ich muss in Zivilschutzkleidern einrücken - ich habe aber keine.

Das kann besonders bei den GK/FK in Aarwangen oder beim ersten Einsatz in der Region vorkommen. Die Zivilschutzkleider werden in diesen Fällen beim Einrücken abgegeben. Bitte nehmen sie aber in jedem Fall gutes, schwarzes Schuhwerk mit.

Ich ziehe aus der Region Grauholz Nord, wie muss ich vorgehen?

Wenn sie sich auf ihrer Gemeinde abgemeldet haben, erhalten wir in der Regel innert 30 Tagen die entsprechende Mitteilung. Wir werden ihre Zivilschutzakten dann an die Zivilschutzorganisation schicken, welche neu für sie zuständig ist. Bitte beachten sie folgende Ausnahmen/Ergänzungen:

bis zum 30. Altersjahr:
Müssen sie ihre Adressänderung (auch innerhalb unserer Region) ebenfalls beim Sektionschef Bern (Papiermühlestrasse 17, 3000 Bern 22) melden. Dienstbüchlein beilegen! Er wird auch die Adressänderung im DB vornehmen.

bei einem hängigen Aufgebot:
bitte informieren Sie die Zivilschutzstelle Grauholz Nord.

wenn sie im Besitz von Zivilschutzkleidern sind, welche von uns abgegeben wurden:
bitte melden sie sich bei unserem Materialwart Werner Mäusli betreffend einem Rückgabetermin. (Handy 079 300 15 79)

falls sie trotz Wegzug in der ZSO Grauholz Nord bleiben möchten:
dies ist meistens möglich, sofern sie nicht zu weit wegziehen. Muss aber von der neuen ZSO bewilligt werden. Bitte wenden sie sich an unsere Zivilschutzstelle, damit wir das Vorgehen besprechen können.

Wie lange muss ich Militärpflichtersatz bezahlen?

Bis zum Ende des Jahres in welchem das 30. Altersjahr vollendet ist. Die letzte Rechnung erfolgt in der Regel im Folgejahr.

Wie viel Zivilschutzdienst muss ich leisten, damit ich keinen Militärpflichtersatz mehr bezahlen muss?

Pro geleisteten Diensttag reduziert sich der Militärpflichtersatz um 4 %.

Ich möchte lieber keinen Zivilschutzdienst mehr leisten. Kann ich mich in die Reserve umteilen lassen?

Die Zivilschutzdienstpflicht dauert bis zum 40. Altersjahr. Da wir nicht zuviele Eingeteilte haben, können wir solche Wünsche nicht berücksichtigen.

Ich habe meine Erwerbsersatzkarte verloren. Was muss ich machen?

Wir dürfen keine Duplikate machen. Das Dienstbüchlein mit dem eingetragenen Dienstanlass ist, mit dem Gesuch ein Duplikat der EO-Karte zu erstellen, an die zuständige Ausgleichskasse (ev. über den Arbeitgeber) zu senden.

Ich benötige eine spezielle Ernährung (Diabetiker, Vegetarier, Moslem etc.). Ist dies an Dienstanlässen möglich?

Ja, dies ist grundsätzlich möglich. Bitte melden sie sich beim Einrücken beim Kursleiter.

Ich fand den letzten Einsatz/Kurs besonders gut oder schlecht. Oder ich habe sonst eine Anregung.

Bitte wenden Sie sich an die Zivilschutzstelle, denn ihre Meinung interessiert uns.